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Schelfstadt

Schelfstadt und Schelfkirche

Die Schelfstadt, ein historischer Stadtteil Schwerins, erstreckt sich nördlich der Schweriner Altstadt vom Nordufer des Pfaffenteiches bis zum Südufer des Ziegelinnensees. Die Geschichte der Schelfstadt reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, als die Schelfe erstmals offiziell erwähnt wurde und deutschen Kaufleuten als Siedlung diente. War sie im 16. und 17. Jahrhundert dem Verfall nahe, erholte sie sich im Zuge der neuen Stadtpolitik des 18. Jahrhunderts.

Aufgrund von Umstrukturierungen kam es zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Abriss historisch wertvoller Gebäude. Ein Stopp dieser Maßnahmen konnte erst mit der Baupolizeiordnung von 1906 erreicht werden. Bis heute wurde die Schelfstadt grundlegend saniert und gilt als Vorzeigeviertel Schwerins. Die Schelfkirche, eine barocke Backsteinkirche aus dem frühen 18. Jahrhundert, befindet sich mitten in der idyllischen Schelfstadt. Das ursprünglich gotische Bauwerk wurde nach mehreren Stürmen und aufgrund von Baufälligkeit 1705 abgerissen. Schon wenige Jahre später, 1708, wurde bereits der Grundstein für das heutige Gebäude gelegt. Die Schelfkirche ist täglich geöffnet und bietet Führungen und Kirchmusikaufführungen an.

Foto: Schelfstadt, Schwerin © Rosentod | WIKIMEDIA COMMONS